Mitteilung IV/ 2010

Liebe Mitglieder und Freunde der Sektion Berlin, sehr geehrte Kooperationspartner und Gäste unserer Veranstaltungen,

für die Berliner Sektionsleitung brachten die vergangenen Wochen sowohl Licht- als auch Schattenseiten, erstere hart erarbeitet, letztere eher überraschend:

Zunächst findet die Informationsarbeit mehr als erfreulichen Anklang. Mit gutem Zuspruch und ermunternden Rückmeldungen aus dem Kreis der Mitglieder und Freunde bestärken Sie uns auf dem verfolgten Weg. Zwar sind die Anbahnungen zu Botschaftsbesuchen auch aufgrund der periodisch wechselnden Ansprechpartner nicht ganz einfach, dafür macht die Berliner Sektion auch mit weiterentwickelten Formaten gute Erfahrungen. Zuletzt debattierten unser Mitglied BG a.D. Dr. Klaus Wittmann und der außenpolitische Koordinator der Konrad-Adenauer-Stiftung Dr. Patrick Keller die Vorbereitung zum Neuen Strategischen NATO-Konzept unter dem Titel  „Ohne Strategie, aber mit Konzept?“ vor äußerst konzentriertem Publikum – und länger und vertiefter als vor Beginn absehbar!  Die auch im informellen Teil fortgesetzte Diskussion spricht für Thema, Zeitpunkt und die angenehme Kooperation mit der KAS, deren Gastfreundlichkeit eingeschlossen.

Andererseits wurden die bundesweit rund 100 Sektionen nach einer einvernehmlich beschlossenen Sparaktion im April dieses Jahres von weiteren Sparnotwendigkeiten im September überrascht. Im Ergebnis bedeutet dies für die Sektion Berlin eine Absenkung des Budgets 2010 um 45% gegenüber dem Vorjahr 2009. Vielleicht versteht mancher Leser dieser Zeilen den Anflug von Frustration, denn ehrenamtlich tätige Sektionsleitungen können diese Einschnitte nur durch die Ausdünnung des Veranstaltungsprogramms ausgleichen (und müssen damit auch die Geduld von Partnern auf die Probe stellen). – Nun ist ja Sparen an sich kein staatsbürgerliches Unglück, aber die Ursache der unabweislichen Budgetsenkung für die GfW geht nicht etwa auf einbrechende Mitgliedsbeiträge – die GfW hat unverändert ca. 7.500 Mitglieder bundesweit - oder über den Bundeshaushalt vom Bundesministerium der Finanzen verfügte Kürzungen des Bundeszuschusses an die GfW zurück. Nein, nach allen uns verfügbaren Informationen hat ein einzelner Bundestagsabgeordneter aus einer der die Regierung tragenden Fraktionen in dem entscheidenden Haushaltsausschuss seine Kollegen festgelegt, ohne dass ihm einer seiner 40 Kollegen widersprochen hat. Die Sektionsleitung kann und will die Motive nicht bewerten, aber vielleicht wurde da eine persönliche Einstellung über den bislang zu beobachtenden Konsens gestellt? Für die weitere ehrenamtliche Arbeit war das kein positives Zeichen, die Wiederholung wäre kein gutes Signal. Gerade die sicherheitspolitische Informations- und Öffentlichkeitsarbeit kann doch 2010/11 nicht weniger wichtig geworden sein, wenn man an die Stichworte Afghanistan, Piraterie, Bundeswehrstruktur oder Bedrohung durch Terror denkt.

In der Sektionsleitung haben wir wiederholt diese unausweichlichen Wirkungen diskutiert. Einig sind wir uns aber in jedem Fall darüber, dass wir an der Qualität der Veranstaltungen, ihrer Vorbereitung wie ihrer Durchführung auch in Zukunft keine Abstriche machen werden. – Anders als es zuweilen von anderen in deren Publikationen dargestellt wird, hat die GfW nur individuelle Mitglieder, die entweder nur als Bürger oder auch zusätzlich beruflich bedingt Interesse an der Sicherheitspolitik haben, die GfW kennt keine Institutionen- oder Firmenmitgliedschaften. Und damit hat die GfW auch kein Potential für Zuwendungen von Firmen oder Lobbyisten, die unserer Gesellschaft mit Spenden zur Seite stehen könnten. Insoweit bitten wir Sie, uns auch 2011 gewogen zu bleiben, Ihren Mitgliedsbeitrag zu entrichten und die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen. Selbstverständlich freuen wir uns auch unverändert um einen ‚Extra- Zuschuss’ (Kontoverbindung wie auf der Rückseite des Veranstaltungsprogramms abgedruckt) darüber hinaus, falls Sie unsere Arbeit mit einem Obolus unterstützen möchten.

Unabhängig davon wird im Moment auf Bundesebene überlegt, ob nach Jahren des gleich bleibenden Mitgliedbeitrages in Höhe von 15,- € im Jahr eine maßvolle Erhöhung auf 20,- € vorgenommen werden soll. Die Bundesversammlung 2010 hatte bedingte Beschlüsse gefasst, deren Umsetzung den Mitgliedern unserer Gesellschaft von unserer Präsidentin, Frau Ulrike Merten, rechtzeitig vor Jahresbeginn 2011 mitgeteilt werden soll.

Zwei Bitten der Sektionsleitung wiederholen wir:

- Schauen Sie bei Gelegenheit auf unsere regelmäßig aktualisierte Internet-Seite www.gfw-sektion-berlin.de. Dort finden Sie aktuelle Hinweise und kurzfristig ermöglichte Veranstaltungsteilnahmen, die beispielsweise von unseren Kooperationspartnern angeboten werden. Die Anmeldung läuft dabei unverändert über info@gfw-sektion-berlin.de, ggf. mit einer Antwortpostkarte oder über die bekannte Fax-Nummer (030) 22605975.

- Wir bitten Sie unverändert, uns nicht nur Anschriftenänderungen, sondern auch Veränderungen Ihrer E-Mail-Anschriften mitzuteilen. Dadurch können wir Sie schneller und kostengünstig erreichen, als es mit einem traditionellen Brief mit der Post möglich ist.

Wie gewohnt finden Sie anliegend unsere Veranstaltungseinladungen für die nächsten drei Monate, welche wir Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit empfehlen. Gerne erwarten wir Ihre Teilnahme! – Wir grüßen freundlich und wünschen Ihnen einen angenehmen heraufziehenden Advent, schon heute verbunden mit allen guten Wünschen für 2011. 

Dr. Heinz Neubauer  - Roman Godau - Peter Stegemann

Berlin, November 2010

 

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